Online-Trading ist der Kauf und Verkauf von Finanzinstrumenten über die Plattform oder App eines zugelassenen Brokers, um von Preisänderungen zu profitieren. Ein Trader eröffnet eine Position mit einer Order und schließt sie später wieder; das Ergebnis ist die Kursbewegung dazwischen, abzüglich der Kosten. In Österreich handelt ein Privatkunde auf diese Weise über einen Broker, der von der Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) zugelassen ist, oder auf Grundlage des europäischen Passes von der Aufsichtsbehörde eines anderen EU-Landes. Trading ist mit hohem Risiko verbunden, und die meisten Privatkonten, die CFDs handeln, verlieren Geld.
Trading unterscheidet sich vom Investieren durch den Zeithorizont. Ein Trade dauert von Sekunden bis zu Wochen, während ein Anleger einen Vermögenswert über Jahre hält, für den Wertzuwachs und für die Erträge, die der Besitz bringt. Die Order, die einen Trade eröffnet, ging früher telefonisch an einen Börsenmakler, online kommt sie von einer Plattform oder App. Von der Plattform aus erreicht ein Trader Aktien, Indizes, Forex, Rohstoffe, Fonds, Anleihen und Kryptowährungen. Am einfachsten für einen Anfänger sind davon die großen, liquiden Märkte wie der ATX und EUR/USD. In jedem Markt kann der Trader den Vermögenswert direkt besitzen oder seinen Preis über ein Produkt handeln, und der CFD ist das Produkt, das einem Anfänger am nächsten liegt. Ein CFD hat einen Hebel, mit dem eine Margin von 10 % eine zehnmal so große Position eröffnet. Der Broker berechnet Gewinn und Verlust auf diese gesamte Position, nicht auf den Einschuss.
Gleich welchen Handelsstil ein Trader wählt, vom Scalping bis zum Positionstrading: Er verdient Geld, wenn eine Position zu einem besseren Preis schließt, als sie eröffnet wurde, ob long oder short. Er eröffnet diese Position aus einem Grund, den die Analyse liefert, nie aus Gewissheit. Die Kosten werden von jedem Ergebnis abgezogen, angefangen beim Spread. Das Ergebnis, das die meisten Privatanleger erreichen, ist ein Verlust, und IG Markets, ein britischer Broker, gibt an, dass 68 % der Privatanlegerkonten bei seinen Spread-Bets und CFDs Geld verlieren. Mit Hebel wächst der Verlust mit der gesamten Position, und eine Kurslücke kann den Verlust über den Einschuss hinaus tragen, bevor die Zwangsglattstellung des Brokers greift. Der Trader begrenzt das Risiko jedes Trades, bevor er einsteigt: Er legt fest, wie viel der Trade höchstens verlieren darf, setzt den Ausstieg und bemisst die Position entsprechend.
Ein Privatkunde in Österreich handelt außerdem nach den Regeln der FMA, die gehebelte Produkte begrenzen. Er darf bei den wichtigsten Währungspaaren höchstens einen Hebel von 30:1 nutzen. Der Schutz vor Nachschusspflicht, den die Regeln der FMA vorschreiben (FMA-PIV, die Produktinterventionsverordnung der FMA, in Kraft seit 15. Mai 2019), begrenzt den Verlust eines Privatkunden auf das Geld auf dem Konto. Auch die Steuer trennt Besitzen und Spekulieren: In Österreich werden Gewinne aus direkt gekauften Aktien und Gewinne aus CFDs so besteuert, wie es das Einkommensteuergesetz (EStG) festlegt.
Ein Anfänger beginnt damit, den Broker zu prüfen, und die erste Prüfung ist die Zulassung, denn eine Firma, die sie nicht besteht, braucht keine weitere Prüfung. Danach übt der Anfänger auf dem Demokonto des Brokers, das die echte Plattform und die echten Kurse mit virtuellem Geld laufen lässt, und lernt die Mechanik eines Trades kostenlos kennen. Echtes Geld folgt in kleinem Umfang, sobald die Grundlagen sitzen. Die Voraussetzungen für diesen Schritt sind eine Notfallreserve, nur Geld, das wirklich übrig ist, ein vorab festgelegtes Budget, das klein genug ist, um es ohne echte Belastung zu verlieren, und keine Vorgeschichte mit problematischem Glücksspiel.
Was ist Trading?
Trading ist der Kauf und Verkauf von Finanzinstrumenten, um von Preisänderungen zu profitieren, über einen kurzen Zeithorizont von Sekunden bis zu Wochen, in beide Richtungen und oft mit Hebel. Ein Trader eröffnet eine Position und schließt sie später wieder, und der Gewinn stammt aus der Kursbewegung, nicht aus den Erträgen, die der Besitz eines Vermögenswerts bringt. Heute handelt ein Trader über die Plattform oder App eines zugelassenen Brokers, ob als Privatperson oder als Institution wie eine Bank oder ein Fonds.
Die Finanzinstrumente, die den Besitzer wechseln, sind Aktien von Unternehmen, Aktienindizes, Währungen, Rohstoffe wie Gold und Öl, Fonds, Anleihen und Kryptowährungen, entweder direkt gekauft oder über Kontrakte gehandelt, die ihren Kurs abbilden. Ein Trader kauft, wenn er einen Preisanstieg erwartet, und verkauft, wenn er einen Rückgang erwartet, sodass ein fallender Markt dieselbe Chance bietet wie ein steigender. Der Hebel lässt mit einem kleinen Einschuss eine größere Position steuern und vergrößert bei jeder Bewegung sowohl den Gewinn als auch den Verlust.
Dieselbe Aktie kann man handeln oder als Geldanlage halten, und ein Trader ist die Person oder die Firma, die sie handelt: eine Privatperson, die mit ihrem eigenen Geld vom Handy aus handelt, oder eine Institution, eine Bank oder ein Fonds, die in weit größerem Umfang handelt. Privattrader und Institutionen treffen sich auf denselben Finanzmärkten, zu denselben Preisen.
Aus der Definition ergeben sich zwei Fragen: wie Trading funktioniert, von der auf einer Plattform aufgegebenen Order bis zum Schließen der Position, und wie sich Trading vom Investieren unterscheidet, das dieselben Instrumente für einen anderen Zweck nutzt.

Trading unterscheidet sich vom Investieren im Zeithorizont. Beim Trading hält man eine Position Sekunden bis Wochen, um von einer Kursbewegung zu profitieren, beim Investieren hält man einen Vermögenswert über Jahre, meist in einem Anlagedepot, für den Wertzuwachs und für die Erträge, die der Besitz bringt.
Der Zeithorizont bestimmt die Häufigkeit der Entscheidungen. Ein Trader entscheidet über jede Position, oft mehrmals pro Woche, und beobachtet den Kurs, solange die Position offen ist. Ein Anleger entscheidet selten, kauft und hält langfristig und lässt Jahre von Wachstum und Dividenden die Arbeit machen. Der Horizont bestimmt auch die Richtung. Ein Trader kann von einem fallenden Kurs profitieren, indem er short geht, während ein Anleger nur gewinnt, wenn der Vermögenswert an Wert gewinnt oder Erträge ausschüttet.
Trading nutzt oft den Hebel, sodass ein Einschuss eine Position steuert, die ein Mehrfaches davon beträgt. Beim Investieren zahlt man in der Regel den vollen Preis des Vermögenswerts und besitzt ihn. Ein Anleger, der eine Aktie besitzt, erhält ihre Dividenden, den Anteil am Gewinn, den ein Unternehmen an seine Aktionäre ausschüttet, während ein Trader, der denselben Anteil über einen gehebelten Kontrakt zwei Tage hält, nur die Kursänderung erhält. Dafür hat Trading drei Vorteile, die dem Investieren fehlen: die Chance, in beide Richtungen zu verdienen, kurze Haltezeiten und den Zugang zu vielen Märkten über ein einziges Konto.
Wachstum über Jahre verlangt Investieren, mit den Erträgen, die der Besitz bringt. Gewinne aus Kursbewegungen in beide Richtungen verlangen Trading, bei höherem Risiko und mit mehr Zeitaufwand. Viele Menschen machen beides mit getrenntem Geld, und wie viel von diesem Geld in welche Tätigkeit fließt, entscheidet sich im Vergleich von Trading und Investieren mit den eigenen Zielen.

Online-Trading unterscheidet sich vom Offline-Handel darin, wie die Order den Markt erreicht. Offline trug ein Telefonanruf bei einem Börsenmakler oder einem Händler auf dem Parkett die Order, online sendet der Trader sie elektronisch von einer Plattform oder App. Gleich geblieben ist, dass nach wie vor ein zugelassener Broker zwischen dem Trader und dem Markt steht und dass das Risiko dasselbe ist.
Im Vereinigten Königreich begann der Wandel an der London Stock Exchange mit dem Big Bang, den Reformen, die die City of London dereguliert und die festen Kommissionen im Aktienhandel beendet haben. Der Aktienhandel wanderte am 27. Oktober 1986 vom Börsenparkett auf Bildschirme, und das Parkett leerte sich innerhalb von Monaten. Vor dem Big Bang rief ein Privatkunde einen Börsenmakler an, der Makler gab die Order an einen Händler auf dem Parkett weiter, und der Kurs kam per Telefon zurück. Der Bildschirm erreichte die Privatkunden Ende der 1990er-Jahre mit dem Internet und ihre Hosentasche mit dem Smartphone. Online-Trading heißt auch elektronischer Handel oder E-Trading.
Das Online-Trading brachte dem Privatanleger vier Vorteile. Zugang: Ein Konto lässt sich online eröffnen, ohne Beziehung zu einem Börsenmakler. Tempo: Eine Order erreicht den Markt in Sekundenbruchteilen, und Echtzeitkurse aktualisieren sich auf dem Handy. Kosten: Die Kommission für ein Geschäft ist weit unter das gefallen, was ein Börsenmakler am Telefon verlangte. Produkte und Zeiten: Eine Trading-App bietet Aktien, Währungen, Indizes und Rohstoffe nebeneinander an und stellt CFDs (Differenzkontrakte, die den Kurs eines Marktes abbilden, ohne dass man den Vermögenswert besitzt) auf viele Märkte fast rund um die Uhr, weit über die Öffnungszeiten jeder Börse hinaus.
Die Struktur eines Trades und sein Risiko blieben dieselben. Ein zugelassener Broker führt weiterhin das Konto und trägt jede Order zum Markt, und ein verlustreicher Trade verliert dasselbe Geld, ob die Order 1985 telefonisch aufgegeben wurde oder heute mit einem Fingertipp in einer App. Eine App macht es zudem leichter, häufiger zu handeln, und häufigeres Handeln ist ein eigenes Risiko.
Welche Märkte kann man handeln?
Die sieben Märkte, die man handeln kann, sind unten aufgelistet.
- Aktien: Anteile von Unternehmen, die an einer Börse notiert sind, etwa der Wiener Börse (geöffnet 9:00–17:30 Uhr MEZ) oder der New York Stock Exchange (NYSE) und der Nasdaq, beide in New York, geöffnet 15:30–22:00 Uhr MEZ, für einige Wochen im März und um das Ende Oktober eine Stunde früher, weil die USA und Europa die Uhren an unterschiedlichen Terminen umstellen. Der Kurs einer Aktie bewegt sich mit den Ergebnissen des Unternehmens und mit Nachrichten über das Unternehmen und seine Branche, und die Aktien großer Unternehmen werden in tiefen, liquiden Märkten gehandelt. Die Tage der Ergebnisveröffentlichung, an denen ein Unternehmen berichtet, sind die Tage, an denen sich seine Aktie am stärksten bewegt, und der Ergebniskalender prägt die Funktionsweise des Aktienhandels von Woche zu Woche.
- Indizes: ein einziger Kurs, der einen Korb von Aktien abbildet, etwa der ATX für die größten an der Wiener Börse notierten Unternehmen, der S&P 500 für 500 große US-Unternehmen und der Germany 40, der Name, den Broker dem deutschen DAX-Index geben, für 40 große deutsche Unternehmen. Ein Index bewegt sich mit der Konjunktur, den Zinssätzen und den Ergebnissen seiner größten Mitglieder, und er bewegt sich meist weniger als eine einzelne Aktie, weil der Korb die Nachrichten eines einzelnen Unternehmens verdünnt.
- Forex: die Kurzform für Foreign Exchange (Devisen), Währungen, die in Paaren gehandelt werden, etwa EUR/USD, der Euro gegen den US-Dollar, und GBP/USD, das Pfund gegen den US-Dollar. Forex ist der größte Markt der Welt, mit 9.600 Milliarden US-Dollar pro Tag laut dem Triennial Survey der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) vom April 2025, und er ist an fünf Tagen pro Woche 24 Stunden täglich geöffnet. Forex-Kurse bewegen sich in Pips, der vierten Dezimalstelle bei den meisten Paaren, und Positionen werden in Lots bemessen, wobei ein Standard-Lot 100.000 Einheiten der ersten Währung des Paares entspricht. Zinssätze, Inflationsdaten und die Entscheidungen von Zentralbanken wie der Europäischen Zentralbank (EZB) und der US-Notenbank Federal Reserve bewegen ein Währungspaar, und die wichtigsten Paare gehören zu den liquidesten Instrumenten, die ein Privatanleger erreichen kann, weshalb Forex-Trading für Anfänger meist mit ihnen beginnt.
- Rohstoffe: physische Güter in drei Arten: Metalle wie Gold und Silber, Energie wie Öl und Erdgas und landwirtschaftliche Produkte wie Weizen. Öl wird an zwei Referenzwerten notiert, Brent Crude aus der Nordsee und WTI (West Texas Intermediate) aus den USA. Ihre Preise bewegen sich mit Angebot und Nachfrage, mit der Geopolitik, die das Angebot an Öl oder Gas über Nacht kappen kann, und mit dem US-Dollar, in dem die meisten Rohstoffe bepreist sind. Gold und Öl werden in liquiden Märkten gehandelt, landwirtschaftliche Produkte in dünneren, die sich auch mit dem Wetter bewegen, und das physische Angebot wiegt bei jedem von ihnen schwer, was es ins Zentrum der Funktionsweise des Rohstoffhandels rückt.
- Fonds: Körbe aus Aktien, Anleihen oder Rohstoffen, deren Kurs dem folgt, was sie halten. ETFs sind börsengehandelte Fonds (Exchange-Traded Funds). Sie sind an einer Börse notiert und werden während der Handelssitzung wie Aktien gehandelt, während Investmentfonds einmal täglich bepreist werden, was sie besser zum Investieren als zum Trading geeignet macht.
- Anleihen: Kredite an Staaten und Unternehmen, die Zinsen zahlen, etwa österreichische Bundesanleihen, und Unternehmensanleihen. Anleihekurse bewegen sich in die entgegengesetzte Richtung zu den Zinssätzen, und Anleihen sind ein Markt, mit dem manche Trader ihre Einschätzung der Zinsen handeln.
- Kryptowährungen: digitale Währungen wie Bitcoin, die erste und größte, und Ether, die Währung des Ethereum-Netzwerks, die 24 Stunden täglich, sieben Tage die Woche gehandelt werden und weit volatiler sind als Aktien oder Währungen. Der Zugang zu Derivaten auf Kryptowährungen hängt von den Regeln des jeweiligen Landes ab, sodass der Handel mit Kryptowährungen für Anfänger bei dem beginnt, was die Regeln dort erlauben, wo der Trader lebt.
Jeder der sieben Märkte ist eine Anlageklasse, eine Gruppe von Vermögenswerten mit ähnlichen Eigenschaften, die sich mit denselben Arten von Nachrichten bewegen.
Die folgende Tabelle zeigt die sieben Märkte im Vergleich nach gehandeltem Vermögenswert, Beispielen und dem wichtigsten Merkmal jedes Marktes.
| Markt | Gehandelter Vermögenswert | Beispiele | Wichtigstes Merkmal |
|---|---|---|---|
| Aktien | Anteile börsennotierter Unternehmen | Aktien der Wiener Börse, der NYSE und der Nasdaq | Bewegt sich am stärksten an Ergebnistagen |
| Indizes | Ein Kurs für einen Korb von Aktien | ATX, S&P 500, Germany 40 | Bewegt sich meist weniger als eine einzelne Aktie |
| Forex | Währungen in Paaren | EUR/USD, GBP/USD | Größter Markt; 24 Stunden, fünf Tage pro Woche geöffnet |
| Rohstoffe | Physische Güter | Gold, Silber, Brent- und WTI-Öl, Erdgas, Weizen | Meist in US-Dollar bepreist |
| Fonds | Körbe aus Aktien, Anleihen oder Rohstoffen | ETFs, Investmentfonds | ETFs werden während der Sitzung gehandelt; Investmentfonds täglich bepreist |
| Anleihen | Kredite an Staaten und Unternehmen | Österreichische Bundesanleihen, Unternehmensanleihen | Kurse bewegen sich gegenläufig zu den Zinssätzen |
| Kryptowährungen | Digitale Währungen | Bitcoin, Ether | 24 Stunden, sieben Tage pro Woche geöffnet; weit volatiler |
Die einfachsten Märkte für einen Anfänger sind die großen, liquiden wie der ATX, EUR/USD und die Aktien großer Unternehmen. Sie sind am einfachsten, weil ihre Spreads eng sind, ihre Kurse während ihrer Handelszeiten laufend gestellt werden und die Nachrichten, die sie bewegen, breit berichtet werden. Der Spread ist der Abstand zwischen dem Preis zum Kaufen und dem Preis zum Verkaufen.

Mit welchen Produkten kann man handeln?
Die drei Produkte, mit denen gehandelt wird, sind unten aufgelistet.
- CFDs: ein Differenzkontrakt (Contract for Difference) ist eine Vereinbarung mit einem Broker, die die Differenz zwischen dem Eröffnungs- und dem Schlusskurs eines Marktes auszahlt, multipliziert mit der Größe der Position. Ein CFD ist gehebelt, kann long oder short eröffnet werden und gibt kein Eigentum am Vermögenswert, und diese Kombination macht an jedem Markt aus, was CFD-Handel beinhaltet, von der einzelnen Aktie bis zum Index.
- Futures: Kontrakte, die an einer Terminbörse gehandelt werden, etwa ICE Futures Europe in London oder die Chicago Mercantile Exchange (CME), um eine festgelegte Menge eines Vermögenswerts zu einem festgelegten Preis an einem künftigen Termin zu kaufen oder zu verkaufen, mit fester Kontraktgröße und einem Verfallsdatum. Die Börse legt die Größe jedes Kontrakts fest, oft groß, sodass die erste Zahl, die man über den Handel mit Futures lernen muss, lautet, wie viel ein Kontrakt für jeden Punkt Kursbewegung gewinnt oder verliert.
- Optionen: Kontrakte, die das Recht, aber nicht die Pflicht geben, einen Vermögenswert zu einem festgelegten Preis bis zu einem festgelegten Termin zu kaufen oder zu verkaufen, gegen eine im Voraus gezahlte Prämie. Der Käufer einer Option riskiert nur die Prämie, während der Verkäufer die Verpflichtung und ein weit größeres Risiko übernimmt, eine Aufteilung, die Optionshandel für Anfänger vor jeder Strategie behandeln muss.
Der andere Weg zum selben Markt ist, den Vermögenswert zu besitzen: Aktien oder ETFs, die über ein Brokerkonto direkt gekauft und gehalten werden, ohne Produkt dazwischen. Der direkte Kauf funktioniert nur long und ohne Hebel, und der Vermögenswert gehört dem Käufer. Den Vermögenswert zu besitzen und seinen Kurs über einen CFD zu handeln sind daher zwei Wege zum selben Markt, die sich darin unterscheiden, was jeder erlaubt, kostet und schützt.
Die folgende Tabelle zeigt die drei Produkte und den direkten Kauf im Vergleich nach dem, was jeder ist, seinen wichtigsten Bedingungen und dem Eigentum, das er gibt.
| Weg | Was es ist | Wichtigste Bedingungen | Eigentum |
|---|---|---|---|
| CFDs | Vereinbarung mit dem Broker, die die Kursdifferenz auszahlt | Gehebelt; long oder short | Keines |
| Futures | Börsenkontrakt zum späteren Kauf oder Verkauf | Fester Preis, feste Größe, Verfallsdatum | Keines |
| Optionen | Recht, nicht Pflicht, zu kaufen oder zu verkaufen | Fester Preis und Termin; Prämie im Voraus | Keines |
| Direkter Kauf | Aktien oder ETFs auf einem Brokerkonto | Nur long; kein Hebel | Der Vermögenswert gehört dem Käufer |
Futures und Optionen liegen für einen Anfänger weiter entfernt, weil ihre Kontraktgrößen, Verfallstermine und Preisbildung länger zu lernen sind als bei einem CFD oder einer Aktie. CFDs sind gehebelte Produkte, bei denen die meisten Privatkonten Geld verlieren.
Der Handel ohne Besitz des Vermögenswerts unterscheidet sich vom Kauf im Eigentum. Eine direkt gekaufte Aktie macht den Käufer zum Aktionär, mit Aktionärsrechten und Dividenden, während ein CFD auf dieselbe Aktie die Kursänderung auszahlt und keines dieser Rechte gibt. Dafür erlaubt der CFD, short zu gehen und mit Hebel zu handeln, zum Preis der Übernachtfinanzierung, und das Eigentum erlaubt beides nicht.
Nehmen wir ein Engagement von 1 000 € in einer Aktie. Direkt gekauft kostet die Aktie 1 000 € zuzüglich der Kommission des Brokers, und der gesamte Betrag verlässt das Konto. Über einen CFD mit 20 % Margin, das ist ein Hebel von 5:1, müssen für dasselbe Engagement 200 € als Einschuss hinterlegt werden. Ein Kursrückgang der Aktie um 10 % kostet in beiden Fällen 100 €: für den Eigentümer ein Zehntel des investierten Geldes, für den CFD-Trader die Hälfte des Einschusses. Nur der CFD-Trader hätte zuerst verkaufen und aus demselben Rückgang 100 € gewinnen können.
Die beiden Wege unterscheiden sich auch bei Kosten, Steuer und Schutz. Der Eigentümer zahlt die Kommission einmal, beim Kauf, und keine tägliche Gebühr, solange er die Aktie hält. Der CFD-Trader zahlt den Spread und für jede Nacht, die die Position offen bleibt, die Übernachtfinanzierung, die einen CFD teuer macht, wenn man ihn monatelang hält. Die beiden Produkte werden unterschiedlich besteuert, und die Behandlung hängt vom Land ab. Beide Wege sind durch ein Entschädigungssystem gedeckt, falls die zugelassene Firma ausfällt, die Anlegerentschädigung von Wertpapierfirmen (AeW) bei einer in Österreich zugelassenen Firma oder das System des EU-Landes, das die Firma zugelassen hat, ein Schutz, der sich nie auf Handelsverluste erstreckt. Ein Privatkunde mit gehebelten Produkten hat außerdem den Schutz vor Nachschusspflicht (FMA-PIV, die Produktinterventionsverordnung der FMA, in Kraft seit 15. Mai 2019), der einen Verlust auf das Geld auf dem Konto begrenzt.
Wer jahrelang halten will, kauft den Vermögenswert. Wer kurzfristige Bewegungen in beide Richtungen handeln will, nutzt einen CFD, im Wissen, dass die meisten Privatkonten, die CFDs handeln, Geld verlieren.
Wie funktioniert Trading?
Trading funktioniert so, dass eine Order von einer Plattform oder App an einen Broker geht, der sie entweder im Orderbuch einer Börse zusammenführt oder als Market Maker selbst außerbörslich ausführt. Ein Kauf wird zum Briefkurs (Ask) ausgeführt und ein Verkauf zum Geldkurs (Bid), die Kurse bewegen sich mit Angebot und Nachfrage, und die Position bleibt offen, bis eine Gegenorder sie schließt.
Ein Broker stellt für jeden Markt zwei Kurse. Der Geldkurs (Bid) ist der Preis, zu dem Sie verkaufen können, der Briefkurs (Ask) ist der Preis, zu dem Sie kaufen können, und der Abstand dazwischen ist der Spread, die erste Kostenart jedes Trades. Ein Kurs auf den ATX könnte 6.419 / 6.420 lauten. Sie verkaufen zu 6.419 und kaufen zu 6.420, und eine zu 6.420 gekaufte Position startet 1 Punkt im Minus, weil ein sofortiger Verkauf zu 6.419 ausgeführt würde.
Der Weg der Order hängt vom Produkt ab. Eine direkt gekaufte Aktie geht an eine Börse wie die Wiener Börse, wo das Orderbuch die Kauf- und Verkaufsorders zu jedem Preis auflistet und sie zusammenführt, wenn sie sich treffen. Ein CFD wird außerbörslich (over the counter) gehandelt. Außerbörslich agiert der Broker als Market Maker, stellt seinen eigenen Geld- und Briefkurs aus dem Kurs des zugrunde liegenden Marktes und nimmt die Gegenseite des Trades ein.
Die Kurse bewegen sich mit Angebot und Nachfrage. Wenn Käufer es eiliger haben als Verkäufer, akzeptieren sie höhere Preise und heben den Briefkurs an. Wenn Verkäufer es eiliger haben, akzeptieren sie niedrigere Preise und drücken den Geldkurs. Die Käufer und Verkäufer sind die anderen Trader, Privatanleger und Institutionen wie Banken und Fonds, deren gemeinsame Orders den Kurs bilden. An einem Trade sind daher Sie beteiligt, der Broker und entweder die Börse, an der Ihre Order auf die eines anderen Traders trifft, oder der Market Maker, der sie übernimmt.
Die Position bleibt dann offen und gewinnt oder verliert mit jeder Kursbewegung, bis eine Gegenorder sie schließt. Ein Verkauf schließt einen Kauf, und ein Kauf schließt einen Verkauf. Drei Glieder der Kette entscheiden den größten Teil des Ergebnisses: der Broker, der die Order trägt, der Hebel, der die Position bemisst, und die Orders, die sie eröffnen und schließen.

Online-Trading läuft über einen Broker, weil ein Privatkunde nicht direkt an einer Börse handeln kann. Ein Online-Broker ist die zugelassene Firma, die das Handelskonto des Kunden eröffnet, das Geld darauf verwahrt, die Plattform bereitstellt und jede Order ausführt, entweder indem sie sie an eine Börse weitergibt oder indem sie als Market Maker die Gegenseite des Trades einnimmt.
An einer Börse können nur Mitgliedsfirmen handeln, und die Mitgliedschaft setzt Kapital, Systeme und Aufsicht voraus, die eine Einzelperson nicht hat. Der Broker ist von der Aufsichtsbehörde des Landes zugelassen, in dem er Kunden bedient, in Österreich von der FMA, oder von der Aufsichtsbehörde eines anderen EU-Landes auf Grundlage des europäischen Passes, und die Zulassung ist es, die dem Broker erlaubt, das Geld von Privatkunden zu verwahren und ihre Orders zu tragen. Die Kontoeröffnung beginnt mit Identitätsprüfungen, bekannt als KYC (Know Your Customer), die das Gesetz gegen Betrug und Geldwäsche vorschreibt. Die Firma verwahrt das Kundengeld dann getrennt von ihrem eigenen, auf eigenen Konten, damit die Gläubiger der Firma nicht darauf zugreifen können, wenn die Firma ausfällt.
Die Ausführung folgt einem von zwei Modellen, und jedes prägt den Preis, den der Kunde bekommt. Im ersten gibt der Broker die Order an eine Börse weiter, und der Kunde erhält den Börsenkurs, meist zuzüglich einer Kommission. Im zweiten ist der Broker der Market Maker. Der Broker stellt den Kurs, nimmt die Gegenseite des Trades ein und verdient am Spread, sodass der Kurs des Kunden der eigene Kurs des Brokers ist, abgeleitet vom zugrunde liegenden Markt. Viele Firmen betreiben beide Modelle, Aktien über die Börse und CFDs als Market Maker, und selbst die besten Online-Broker führen jede Order über eines der beiden aus.
Der Hebel funktioniert bei einem Trade so, dass ein Einschuss, die Margin, eine um ein Vielfaches größere Position eröffnet, sodass der Broker Gewinn und Verlust auf die gesamte Position berechnet und nicht auf den Einschuss. Bei einem CFD auf den ATX im Wert von 10 000 € bedeutet eine Margin von 10 %, dass 1 000 € hinterlegt sind, das ist ein Hebel von 10:1. Eine Bewegung des Index um 1 % gewinnt oder verliert 100 €, ein Zehntel des Einschusses.
Margin und Hebel drücken dasselbe Verhältnis aus. Eine Margin von 5 % bedeutet eine Position, die das 20-Fache des Einschusses beträgt, 20:1. Eine Margin von 3,33 % ist 30:1, und eine Margin von 20 % ist 5:1. Der Broker leiht dem Trader nichts zum Ausgeben. Der Hebel ist Engagement, und der Trader trägt den Gewinn oder den Verlust auf die gesamten 10 000 €.
Bei einem ATX-Stand von 6.420 beträgt ein Spread von 1 Punkt etwa 0,016 % des Kurses, etwa 1,56 € bei einer Position von 10 000 €, und er wird von beiden Ergebnissen abgezogen. Ein Anstieg um 1 % gewinnt 100 € und lässt nach dem Spread 98,44 €. Ein Rückgang um 1 % verliert 100 € und kostet mit dem Spread 101,56 €. Eine Bewegung von 10 % gegen die Position nimmt 1 000 €, den gesamten Einschuss.
Während Verluste am Konto zehren, beobachtet der Broker das Eigenkapital (Equity), also die Einzahlung plus oder minus das offene Ergebnis. Reicht das Eigenkapital nicht mehr für die Margin, die die Position verlangt, warnt ein Margin Call den Trader, Geld nachzuschießen oder die Position zu verkleinern, und fällt das Eigenkapital weiter, schließt der Broker Positionen, bevor das Konto leer ist. Margin Call und Zwangsglattstellung sind die beiden Schutzmechanismen, die zur Funktionsweise des Hebels gehören, und keiner von beiden ändert die Rechnung. Der Hebel selbst hat in Österreich eine Grenze, denn die FMA legt fest, wie viel ein Privatkunde höchstens nutzen darf, Markt für Markt.

Die vier Orders, die einen Trade eröffnen und schließen, sind unten aufgelistet.
- Market-Order: wird sofort zum besten verfügbaren Kurs ausgeführt, ein Kauf also zum Briefkurs und ein Verkauf zum Geldkurs. Die Ausführung ist sicher, der Preis nicht, und in einem schnellen Markt kann der Preis schlechter sein als der auf dem Bildschirm.
- Limit-Order: wird zu dem Preis ausgeführt, den Sie festlegen, oder besser, ein Kauf zum Limit oder darunter und ein Verkauf zum Limit oder darüber. Der Preis ist sicher, die Ausführung nicht, denn die Order wird nie ausgeführt, wenn der Markt das Limit nie erreicht.
- Stop-Loss-Order: schließt die Position, wenn der Kurs ein festgelegtes Verlustniveau erreicht. Ein Stop-Loss ist nicht garantiert, denn die Order wird zum nächsten verfügbaren Kurs ausgeführt, wenn der Kurs das Niveau mit einer Kurslücke überspringt, über Nacht oder bei Nachrichten. Dieser Kurs kann weit hinter dem Niveau liegen. Garantierte Stops schließen genau am Niveau, und manche Broker bieten sie gegen eine Prämie an.
- Take-Profit-Order: schließt die Position, wenn der Kurs das Ziel erreicht, und sichert den Gewinn, ohne dass der Trader den Bildschirm beobachten muss.
Welche Handelsstile gibt es?
Was die vier wichtigsten Handelsstile ausmacht, ist, wie lange ein Trader eine Position hält. Sie sind unten von der kürzesten bis zur längsten Haltedauer aufgelistet.
- Scalping: Positionen, die Sekunden bis Minuten gehalten werden, viele Male am Tag, um kleine Bewegungen mitzunehmen. Beim Scalping wiegen die Kosten am schwersten, weil der Trader bei jedem Trade den Spread zahlt und jeder Gewinn klein ist.
- Daytrading: Positionen, die innerhalb einer Handelssitzung eröffnet und geschlossen werden, sodass der Trader keine über Nacht hält und keine Übernachtfinanzierung zahlt. Daytrading braucht Stunden am Bildschirm, solange der Markt geöffnet ist.
- Swingtrading: Positionen, die Tage bis Wochen gehalten werden, um einen Ausschlag im Kurs mitzunehmen. Gehebelte Positionen zahlen Übernachtfinanzierung, und der Kurs kann zwischen den Sitzungen eine Lücke bilden.
- Positionstrading: Positionen, die Wochen bis Monate auf einen größeren Trend gehalten werden, im Horizont nahe am Investieren, aber weiterhin auf die Kursbewegung ausgerichtet. Die Übernachtfinanzierung einer gehebelten Position summiert sich über die Monate.
Ein Stil ist der Zeitrahmen, und eine Strategie ist das Regelwerk darin: wann man einsteigt, wo man aussteigt und wie viel man riskiert. Zu den gängigen Trading-Strategien gehören die Trendfolge, die in Richtung des Trends handelt, das Breakout-Trading, das einsteigt, wenn der Kurs eine Spanne verlässt, und das Range-Trading, das nahe am unteren Ende einer Spanne kauft und nahe am oberen verkauft. Der algorithmische Handel liegt auf einer anderen Achse, denn er beschreibt, wer die Trades ausführt, nämlich Software, die geschriebenen Regeln folgt, und ein Algorithmus kann scalpen oder wochenlang halten. Swingtrading und Positionstrading müssen nur ein- oder zweimal am Tag kontrolliert werden, was sie zu den Stilen macht, die sich neben einen Beruf legen lassen, während Scalping und Daytrading die Arbeitszeit selbst beanspruchen. Die Haltedauer ist die Achse, nach der sich die wichtigsten Handelsarten ordnen, und derselbe Markt kann in jedem der vier Stile gehandelt werden.

Wie verdient man mit Trading Geld?
Man verdient mit Trading Geld, wenn eine Position zu einem besseren Preis schließt, als sie eröffnet wurde. Eine Long-Position kauft und verkauft dann höher, eine Short-Position verkauft und kauft dann niedriger zurück. Gewinn oder Verlust entspricht der Kursänderung mal der Positionsgröße, abzüglich der Kosten, und über viele Trades hängt das Ergebnis von der Größe der Gewinne im Verhältnis zu den Verlusten ab.
Nehmen wir 100 Aktien, gekauft zu 5,00 €, eine Position von 500 €. Verkauft zu 5,50 €, gewinnt die Position 0,50 € × 100 = 50 €. Verkauft zu 4,50 €, verliert sie 50 €, jeweils vor Kosten. Dieselbe Bewegung als Short-Trade, 100 Aktien verkauft zu 5,00 € und zurückgekauft zu 4,50 €, gewinnt 50 €. Die Rechnung multipliziert die Kursänderung mit der Positionsgröße, nie mit dem Einschuss. Der Einschuss kann mit Hebel nur ein Bruchteil der 500 € sein, und der Gewinn oder Verlust beträgt trotzdem 50 €.
Die Kosten werden von jedem Ergebnis abgezogen, angefangen beim Spread, den die Position in dem Moment überquert, in dem sie eröffnet wird. Ein Trade muss sich weiter bewegen als seine Kosten, bevor er einen Gewinn zeigt, sodass eine Methode, die klein und oft gewinnt, Geld verlieren kann, sobald der Trader den Spread und die übrigen Gebühren bezahlt hat.
Über viele Trades zählt weniger, wie oft ein Trader recht hat, als wie viel die Gewinne bringen im Verhältnis zu dem, was die Verluste kosten. Ein Trader, der sechs von zehn Trades gewinnt, verliert trotzdem Geld, wenn jeder Verlust doppelt so groß ist wie jeder Gewinn.
Das Ergebnis, das die meisten Privatanleger erreichen, ist ein Verlust. Dieser Verlust zeigt sich in einer Kennzahl, die Firmen mit CFD-Angebot veröffentlichen: der Anteil ihrer Privatkonten, die Geld verlieren. IG Markets ist ein britischer Anbieter von Spread-Bets und CFDs und gab in seinem britischen Ratgeber vom 13. Juli 2026 zum Beispiel an, dass 68 % der Privatanlegerkonten Geld verlieren, wenn sie Spread-Bets und CFDs bei der Firma handeln. Ein Lebensunterhalt aus Trading existiert, aber nur eine Minderheit erreicht ihn, nach Jahren der Übung und mit einem Konto, das groß genug ist, dass normale Gewinne die Lebenshaltungskosten decken. Ausdauer allein führt nicht dorthin. Die Ökonomen Fernando Chague, Rodrigo De-Losso und Bruno Giovannetti verfolgten die 19.646 Personen, die zwischen 2013 und 2015 mit dem Daytrading von Futures auf den Ibovespa, den wichtigsten Aktienindex Brasiliens, begannen, und stellten fest, dass 97 % derjenigen, die länger als 300 Tage durchhielten, Geld verloren.

Welche Arten der Analyse gibt es beim Trading?
Die drei Arten der Analyse, die einen Trade leiten, sind unten aufgelistet.
- Technische Analyse: untersucht den Kurs selbst auf Charts, mit seinen Trends, dem gehandelten Volumen, den Unterstützungs- und Widerstandsniveaus, an denen der Kurs schon früher gedreht hat, und Indikatoren, die aus vergangenen Kursen berechnet werden, etwa gleitende Durchschnitte und der Relative Strength Index (RSI). Die technische Analyse geht davon aus, dass die Art, wie sich ein Markt bewegt hat, etwas darüber aussagt, wie er sich als Nächstes bewegen wird.
- Fundamentalanalyse: untersucht, was den Wert eines Vermögenswerts treiben sollte, etwa die Ergebnisse eines Unternehmens, Wirtschaftsdaten wie Inflation und Beschäftigung und Zinssätze, die die EZB für den Euroraum festlegt. Eine Zinsentscheidung kann den Euro, den ATX und österreichische Bundesanleihen innerhalb von Sekunden bewegen.
- Sentimentanalyse: untersucht die Positionierung und die Geldflüsse der anderen Marktteilnehmer, also wie Trader positioniert sind und wie überfüllt eine Seite eines Marktes geworden ist. Ihre Daten stammen aus Quellen wie dem wöchentlichen Commitments-of-Traders-Bericht, in dem die US-Aufsichtsbehörde Commodity Futures Trading Commission (CFTC) zeigt, wie die großen Teilnehmer an den Terminmärkten positioniert sind, und dem Anteil der Kunden, die long oder short sind, den viele Broker veröffentlichen. Die Sentimentanalyse liest eine überfüllte Seite als Warnung, weil nur noch wenige Käufer übrig sind, die einen Kurs höher treiben, sobald die meisten Trader ihn schon halten.
Die folgende Tabelle zeigt die drei Arten der Analyse im Vergleich nach dem, was jede untersucht, ihren typischen Werkzeugen und Daten und danach, wie sie den Markt liest.
| Analyse | Was sie untersucht | Typische Werkzeuge und Daten | Wie sie den Markt liest |
|---|---|---|---|
| Technisch | Den Kurs auf Charts | Trends, Volumen, Unterstützung und Widerstand, gleitende Durchschnitte, RSI | Vergangene Bewegungen sagen etwas über die nächste aus |
| Fundamental | Was den Wert eines Vermögenswerts treibt | Unternehmensergebnisse, Inflation, Beschäftigung, Zinssätze | Ergebnisse, Daten und Zinsentscheidungen bewegen die Kurse |
| Sentiment | Positionierung und Geldflüsse anderer Teilnehmer | Commitments-of-Traders-Bericht; Long-/Short-Anteile der Broker | Eine überfüllte Seite ist eine Warnung |
Die meisten Trader kombinieren die drei Arten der Analyse, wobei sie die Fundamentaldaten für den Grund zum Handeln und den Chart für das Timing nutzen. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse, ob die Vergangenheit nun ein Chart, die Bilanz einer Strategie oder Ihre eigene Serie von Trades ist.
Chartmuster im Trading zu deuten bedeutet, die Form und den Zusammenhang von Kursformationen zu analysieren, um daraus abzuleiten, was sie über die künftige Kursrichtung nahelegen. Trader deuten Chartmuster danach, wer die Kontrolle hat (Käufer oder Verkäufer), in welche Richtung ein Ausbruch wahrscheinlich erfolgt und welche Kursziele möglich sind. Bei der Deutung von Chartmustern geht es darum zu verstehen, was die Form der Kursbewegung über Trendwechsel oder Trendfortsetzungen nahelegt, und nach diesen Erkenntnissen zu handeln. Trader übersetzen das visuelle Muster in einen Tradingplan: Sie erkennen ein Muster, warten auf die Vollendung beziehungsweise Bestätigung und steigen dann ein und führen den Trade, indem sie daraus lesen, was das Muster für Stop und Kursziel bedeutet.
Die Deutung von Chartmustern ist eine Mischung aus technischen Richtlinien und etwas Kunst, denn Erfahrung hilft dabei, Muster mit hoher Wahrscheinlichkeit von falschen zu unterscheiden und den Zusammenhang zu lesen (Muster im Kontext größerer Trends oder anderer Signale). Trader entwickeln mit Übung ein Gefühl dafür, welchen Mustern sie trauen und wie offensiv sie sie handeln.
Das Volumenverhalten gehört zur Deutung von Chartmustern. Viele Muster gelten als verlässlicher, wenn sie von bestimmten Volumenmustern begleitet werden. Bei einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation ist das Volumen zum Beispiel oft an der linken Schulter und am Kopf am höchsten, nimmt dann ab und schnellt beim Bruch der Nackenlinie hoch. Ein Trader, der beim Bruch der Nackenlinie einen Volumensprung sieht, deutet das als Bestätigung für starken Verkaufsdruck und damit für eine gültige Umkehr. Bei einer Flagge ist ein sinkendes Volumen während der Flaggenbildung und ein steigendes beim Ausbruch ein klassisches Zeichen, dass die Fortsetzung echt ist. Viele Trader widmen viele Stunden des Studiums dem vollkommenen Verständnis von Chartmustern im Trading und ihren Regeln.
Candlestick-Muster im Trading zu deuten bedeutet, die Form und die Position einer oder mehrerer Kerzen zu analysieren, um daraus die aktuelle Marktstimmung und mögliche nächste Bewegungen abzuleiten. Trader schauen, wo ein Candlestick-Muster auftritt (nach einem Aufwärtstrend, einem Abwärtstrend oder in einer Konsolidierung) und was das Muster über die Dynamik zwischen Käufern und Verkäufern aussagt, und nutzen diese Information dann für ihre Handelsentscheidungen.
Bei der Deutung von Candlestick-Mustern geht es darum, die Geschichte zu lesen, die jedes Muster darüber erzählt, wer zwischen Bullen und Bären gerade gewinnt, und dann eine Wahrscheinlichkeitswette darauf einzugehen, dass sich diese Geschichte in der angezeigten Richtung weiter entfaltet. Indem sie das Wissen über Muster (etwa die genauen Regeln des „Shooting Star“) mit der Position verbinden (er trat an einem Widerstandsniveau nach einer langen Rally auf), entscheiden Trader, ob sie kaufen, verkaufen oder abseits bleiben. Candlestick-Muster verdichten viele Kursinformationen zu einem kompakten Signal. Trader antizipieren kurzfristige Marktbewegungen und passen ihre Positionen entsprechend an, indem sie Candlestick-Muster richtig deuten, idealerweise mit Bestätigungssignalen wie steigendem Volumen.
Candlestick-Muster werden in einem breiteren Marktzusammenhang gedeutet, ob im Aufwärtstrend, im Abwärtstrend oder in der Spanne. In Abwärtstrends deuten Muster wie der Hammer oder der Morning Star auf eine bullische Umkehr hin, während in Aufwärtstrends Formationen wie der Shooting Star oder der Evening Star vor einem möglichen Hoch warnen. Mehrkerzenmuster (zum Beispiel Bullish Engulfing oder Bearish Engulfing) betonen Verschiebungen der Dynamik von Verkäufern zu Käufern oder umgekehrt.
Trader suchen oft Bestätigung durch Folgekerzen, Volumenanalyse oder die Übereinstimmung mit wichtigen Unterstützungs- und Widerstandsniveaus. Höhere Zeitrahmen (Tages- oder Wochencharts) verleihen diesen Mustern in der Regel mehr Gewicht als kürzere Intervalle.
Welche Kosten hat Online-Trading?
Die vier Kosten des Online-Tradings sind unten aufgelistet.
- Spread: der Abstand zwischen dem Kauf- und dem Verkaufskurs, der beim Eröffnen gezahlt wird, weil eine Position zum Briefkurs eröffnet wird und zum Geldkurs geschlossen würde. Bei einer Position von 10 000 € kostet ein Spread von 0,1 % beim Eröffnen etwa 10 €. Keine Zeile auf einer Abrechnung zeigt den Spread, weil die Kosten in den beiden Kursen stecken, und das ist die praktische Bedeutung des Spreads für einen Trader: eine Gebühr, die bei jedem Trade anfällt, ohne in Rechnung gestellt zu werden.
- Kommission: eine Gebühr, die der Broker zusätzlich zum Kurs verlangt. Der direkte Kauf von Aktien kostet meist eine Pauschale pro Geschäft, während Aktien-CFDs meist eine Kommission von etwa 0,1 % des Handelswerts tragen, 10 € bei einer Position von 10 000 €, berechnet beim Eröffnen der Position und noch einmal beim Schließen.
- Übernachtfinanzierung: eine tägliche Gebühr auf gehebelte Positionen, die über den täglichen Stichtag des Brokers hinaus gehalten werden, berechnet als Positionswert × Jahreszinssatz ÷ 365. Bei einer Position von 10 000 € und einem Jahreszinssatz von 4,75 % kostet eine Nacht etwa 1,30 €.
- Währungsumrechnung: eine Gebühr als Prozentsatz auf Märkte, die nicht in Euro bepreist sind, etwa US-Aktien in Dollar, berechnet, wenn der Broker das Geld umrechnet, und noch einmal, wenn das Ergebnis zurück in Euro kommt.
Die folgende Tabelle zeigt die vier Kosten im Vergleich nach dem, worauf jede anfällt, wie sie berechnet wird und wann sie anfällt.
| Gebühr | Gilt für | So wird sie berechnet | Wann sie anfällt |
|---|---|---|---|
| Spread | Jeden Trade | Abstand zwischen Kauf und Verkauf; 0,1 % sind etwa 10 € bei 10 000 € | Beim Eröffnen |
| Kommission | Direkt gekaufte Aktien; Aktien-CFDs | Pauschale pro Geschäft; etwa 0,1 % bei Aktien-CFDs | Pro Geschäft; bei Aktien-CFDs beim Eröffnen und Schließen |
| Übernachtfinanzierung | Gehebelte Positionen, die über den täglichen Stichtag hinaus gehalten werden | Wert × Jahreszinssatz ÷ 365; etwa 1,30 € pro Nacht bei 4,75 % auf 10 000 € | Jede Nacht, in der die Position gehalten wird |
| Währungsumrechnung | Märkte, die nicht in Euro bepreist sind | Gebühr als Prozentsatz | Bei der Umrechnung und bei der Rückumrechnung in Euro |
Jede Gebühr ist bei einem Trade klein und summiert sich mit der Häufigkeit. Ein Trader, der im Jahr 200 Positionen mit einem Spread von jeweils 10 € eröffnet, zahlt allein an Spreads 2 000 €, Kosten, die die Trades wieder hereinholen müssen, bevor es irgendeinen Gewinn gibt.

Welche Risiken hat Trading?
Die sechs Quellen von Handelsverlusten sind unten aufgelistet.
- Hebel: Ein Verlust wächst mit der gesamten Position, nicht mit dem Einschuss, sodass eine Bewegung von 5 % gegen eine Position mit 20:1 die gesamte Margin aufzehrt.
- Volatilität und Kurslücken: Die Kurse springen bei Nachrichten, Unternehmensergebnissen und Wirtschaftsdaten und über die Stunden, in denen ein Markt geschlossen ist. Ein Kurs, der weit vom vorherigen Schlusskurs entfernt eröffnet, überspringt alle Niveaus dazwischen, einen Stop-Loss eingeschlossen. Am 15. Jänner 2015 gab die Schweizerische Nationalbank ohne Vorwarnung ihre Untergrenze von 1,20 Franken je Euro auf, und der Franken stieg auf dem Höhepunkt der Bewegung um mehr als 30 % gegenüber dem Euro, bevor er den Tag mit rund 15 % im Plus beendete.
- Overtrading: Häufigeres Handeln erhöht die Kosten und senkt die Ergebnisse. Brad Barber und Terrance Odean untersuchten in Trading Is Hazardous to Your Wealth (Journal of Finance, 2000) die Brokerkonten von US-Haushalten von 1991 bis 1996 und fanden, dass die Haushalte, die am meisten handelten, 11,4 % pro Jahr verdienten, gegenüber 17,9 % für den Markt.
- Emotionen: Angst und Gier brechen den Plan, meist nach Verlusten, wenn ein Trader die Größe erhöht, um das Geld zurückzugewinnen, oder eine Verlustposition in der Hoffnung hält, dass der Kurs zurückkommt. Terrance Odean fand die zweite Gewohnheit in den Aufzeichnungen von 10.000 Konten bei einem großen US-Discountbroker von 1987 bis 1993 (Journal of Finance, 1998). Die Anleger zeigten eine starke Vorliebe, ihre gewinnbringenden Aktien eher zu verkaufen als ihre verlustbringenden, ein Muster, das als Dispositionseffekt bekannt ist. Die Tradingpsychologie ist die Lehre von diesen Reaktionen und von der Disziplin, die sie aus dem Plan heraushält.
- Ausführung und Slippage: In schnellen Märkten wird eine Order zu einem schlechteren Kurs als beabsichtigt ausgeführt. Dieser Unterschied ist die Slippage, und er wird vom Ergebnis abgezogen.
- Trading-Betrug: Nicht zugelassene Firmen, Klon-Firmen, die den Namen einer zugelassenen kopieren, Tipps in sozialen Medien und Versprechen garantierter Erträge nehmen Anfängern das Geld ab, ohne dass auch nur ein Trade stattfindet. Die FCA, die Finanzaufsicht des Vereinigten Königreichs, erhielt von Jänner bis August 2024 14.504 Meldungen über nicht zugelassene Geschäftstätigkeit, und jede Firma anhand des Registers und der Warnliste der Aufsichtsbehörde zu prüfen ist die erste Regel, um Trading-Betrug zu erkennen.

Ja, Handelsverluste können bei einer gehebelten Position den eingesetzten Betrag übersteigen, weil der Verlust mit der gesamten Position wächst und eine Kurslücke ihn über den Einschuss hinaus tragen kann, bevor die Zwangsglattstellung des Brokers greift. Ein Privatkunde, der CFDs handelt, ist durch den Schutz vor Nachschusspflicht geschützt, den die Regeln der FMA vorschreiben (FMA-PIV, die Produktinterventionsverordnung der FMA, in Kraft seit 15. Mai 2019), der genau deshalb existiert, weil der Verlust den Einschuss überschreiten kann, und der den Verlust auf das Geld auf dem Konto begrenzt.
Bei einer Position von 10 000 € mit 500 € Margin nimmt ein Rückgang um 5 % den gesamten Einschuss. Eine Kurslücke von 10 % über Nacht nimmt 1 000 €, das Doppelte des Einschusses, ob sie nun von den Ergebnissen eines Unternehmens oder von einem politischen Schock kommt, und die Zwangsglattstellung des Brokers kann zu einem Kurs, den der Markt übersprungen hat, nicht greifen. Auch ein Stop-Loss begrenzt den Verlust bei einer Kurslücke nicht, weil der Stop zum nächsten verfügbaren Kurs ausgeführt wird.
Der Schutz vor Nachschusspflicht verlagert den Verlust über null hinaus vom Kunden auf den Broker. Fällt das Konto unter null, schreibt der Broker den negativen Saldo ab. In Österreich endet der Verlust eines Privatkunden bei CFDs nach den Regeln der FMA (FMA-PIV, die Produktinterventionsverordnung der FMA, in Kraft seit 15. Mai 2019) bei dem Geld auf dem Konto. Der Schutz gilt nur für Privatkunden, und er deckt das Konto, nicht einen einzelnen Trade, sodass das gesamte Guthaben des Kontos trotzdem verloren gehen kann.
Das Risiko eines Trades wird durch drei Entscheidungen begrenzt, die der Trader trifft, bevor er einsteigt. Zuerst entscheidet der Trader, wie viel der Trade höchstens verlieren darf. Dann setzt der Trader den Ausstieg an den Kurs, bei dem der Markt die Idee widerlegt. Zuletzt bemisst der Trader die Position so, dass der Verlust an diesem Ausstieg dem festgelegten Betrag entspricht. Die Positionsgröße ist daher gleich dem Risiko geteilt durch den Abstand vom Einstieg zum Ausstieg.
Der Verlust jedes Trades ist seine Größe mal der Abstand vom Einstieg zum Ausstieg. Das Risiko kommt zuerst, meist 0,5 % bis 1 % des Kontos pro Trade. Der Ausstieg kommt als Nächstes, an dem Kurs, bei dem der Grund für den Trade nicht mehr gilt. Die Größe ergibt sich aus beiden. Ein weiterer Stop bedeutet eine kleinere Position, sodass der Verlust bei jedem Markt auf dem festgelegten Betrag bleibt.
Eine Stop-Loss-Order schließt die Position am Ausstieg, außer bei einer Kurslücke, bei der die Order zum nächsten verfügbaren Kurs ausgeführt wird. Ein Kursziel, das mindestens doppelt so weit entfernt ist wie der Stop, lässt jeden Gewinn mindestens zwei Verluste wert sein, sodass ein Trader, der weniger als die Hälfte der Trades gewinnt, trotzdem im Plus landen kann.
Grenzen oberhalb des einzelnen Trades schützen das Konto über eine Verlustserie hinweg. Über eine solche Serie fällt das Konto von seinem Höchststand, und dieser Rückgang ist der Drawdown. Um den Drawdown zu begrenzen, beendet ein Tages- oder Wochenverlustlimit das Trading, sobald das Konto einen festgelegten Betrag verloren hat. Eine zweite Grenze ist die Diversifikation, die Streuung des Risikos auf mehrere Positionen und Märkte, die einschränkt, wie sehr ein Trade oder ein Markt dem Konto schaden kann. Die Grenzen für jeden Trade und für das gesamte Konto zusammen bilden das Risikomanagement.
Ein Tradingplan schreibt all diese Grenzen vor dem ersten Trade auf: die Märkte, den Einstiegsgrund, das Risiko pro Trade, den Stop und das Kursziel sowie die Verlustlimits. Die üblichen Wege, auf denen Anfänger Geld verlieren, entstehen daraus, dass diese Grenzen nicht gesetzt werden.
Was ist beim Online-Trading in Österreich anders?
Anders am Online-Trading in Österreich sind die Aufsichtsbehörde, die Regeln für gehebelte Produkte für Privatkunden und die Steuern, die die Wege des Tradings trennen. Die Aufsichtsbehörde in Österreich ist die FMA, und ein Trader prüft eine Firma anhand ihres Registers (Unternehmensdatenbank) oder, bei einer in einem anderen EU-Land zugelassenen Firma, anhand des Registers der Aufsichtsbehörde dieses Landes. Die Märkte, der direkte Kauf und CFDs, die Mechanik eines Trades und seine Kosten funktionieren wie überall sonst in der CFD-Welt.
Ein Trader in Österreich erreicht dieselben Märkte über dieselben zwei Wege, den Vermögenswert zu besitzen oder mit einem CFD zu spekulieren, zahlt dieselben Arten von Gebühren und folgt derselben Kette von der Order bis zum Schließen. Ein Anfänger in Österreich kann Aktien und Fonds kaufen, mit CFDs als Weg zum Spekulieren.
Der Rahmen um diese Wege ist es, der sich ändert. Die FMA lässt jede in Österreich ansässige Firma zu, die Privatkunden bedient, und eine von der Aufsichtsbehörde eines anderen EU-Landes zugelassene Firma bedient sie auf Grundlage des europäischen Passes. Die FMA führt das Register, anhand dessen eine Firma geprüft wird. Die Regeln der FMA begrenzen gehebelte Produkte für Privatkunden. In Österreich werden Gewinne aus direkt gekauften Aktien und Gewinne aus CFDs so besteuert, wie es das Einkommensteuergesetz (EStG) festlegt.
Online-Trading wird von der FMA durch Zulassung reguliert, oder von der Aufsichtsbehörde eines anderen EU-Landes auf Grundlage des europäischen Passes. Jede Firma, die in Österreich mit Privatkunden Geschäfte macht, muss von der FMA zugelassen sein, oder von der Aufsichtsbehörde eines anderen EU-Landes auf Grundlage des europäischen Passes, in der Unternehmensdatenbank der FMA aufscheinen, Kundengeld getrennt verwahren und die Regeln für gehebelte Produkte für Privatkunden anwenden. Fällt eine zugelassene Firma aus, deckt die AeW bei einer in Österreich zugelassenen Firma oder das System des EU-Landes, das die Firma zugelassen hat, bis zu 20 000 € pro Anleger, aber keine Handelsverluste.
Eine Firma, die mit Privatkunden in Österreich Geschäfte machen will, beantragt die Zulassung bei der FMA, die ihr Kapital, ihre Systeme und die Personen prüft, die sie leiten, bevor sie die Erlaubnis erteilt, und sie dann beaufsichtigt. Eine Firma, die von der Aufsichtsbehörde eines anderen EU-Landes zugelassen ist, bedient Kunden in Österreich auf Grundlage des europäischen Passes. Eine zugelassene Firma erscheint in der Unternehmensdatenbank, der öffentlichen Datenbank der FMA, mit ihren Berechtigungen, ihrer Adresse, ihrer Website und ihrer Telefonnummer. Nach der Zulassung muss die Firma Kundengeld auf getrennten Konten verwahren und die Regeln der FMA für gehebelte Produkte für Privatkunden anwenden. Die AeW ist das Auffangnetz, wenn die Firma ausfällt, und bei einer in einem anderen EU-Land zugelassenen Firma ist das System dieses Landes das Auffangnetz. Die AeW zahlt bis zu 20 000 € pro Anleger für Geld und Anlagen, die die Firma nicht zurückgeben kann, und sie zahlt nie für Verluste aus dem Trading.
Die FMA führt außerdem eine Warnliste (Warnungen) von Firmen, die ohne Erlaubnis mit Kunden in Österreich Geschäfte machen, und von Klon-Firmen, die den Namen oder die Website einer zugelassenen Firma kopieren, um Einzahlungen von Menschen zu bekommen, die glauben, es mit der echten Firma zu tun zu haben.
Die Prüfung vor der Einzahlung dauert wenige Minuten. Suchen Sie den Namen der Firma in der Unternehmensdatenbank der FMA, bestätigen Sie, dass Website und Telefonnummer mit den Angaben übereinstimmen, die Sie bekommen haben, und suchen Sie in der Warnliste nach demselben Namen. Eine Firma, die nicht im Register steht oder deren Angaben nicht übereinstimmen, sollte kein Geld erhalten. Die Prüfung des Registers und der Warnliste ist der Teil der Regulierung des Online-Tradings, der beim Leser liegt und nicht bei der Firma.
Die vier Regeln der FMA, die den gehebelten Handel für Privatkunden begrenzen, sind unten aufgelistet.
- Hebelgrenzen: Bei CFDs darf ein Privatkunde höchstens 30:1 bei den wichtigsten Währungspaaren nutzen, bis hinunter zu 5:1 bei Einzelaktien.
- Margin-Glattstellung: Die Firma schließt die Positionen eines Privatkunden, wenn das Eigenkapital auf dem Konto auf 50 % der Margin fällt, die die offenen Positionen verlangen.
- Schutz vor Nachschusspflicht: Nach den Regeln der FMA (FMA-PIV, die Produktinterventionsverordnung der FMA, in Kraft seit 15. Mai 2019) endet der Verlust eines Privatkunden bei CFDs bei dem Geld auf dem Konto, und die Firma übernimmt jeden Saldo unter null.
- Grenzen für Derivate auf Kryptowährungen: Die FMA erlaubt Privatkunden den Handel mit Derivaten auf Kryptowährungen nur innerhalb der Grenzen eines maximalen Hebels von 2:1.
Die folgende Tabelle zeigt die fünf Marktgruppen der Hebelgrenzen im Vergleich nach dem maximalen Hebel, den ein Privatkunde nutzen darf.
| Märkte | Maximaler Hebel für Privatkunden |
|---|---|
| Wichtigste Währungspaare | 30:1 |
| Andere Währungspaare, Gold und wichtige Aktienindizes | 20:1 |
| Andere Aktienindizes und Rohstoffe außer Gold | 10:1 |
| Einzelaktien und andere Vermögenswerte | 5:1 |
| Derivate auf Kryptowährungen | 2:1 |
Die vier Regeln schützen nur Privatkunden. Ein Kunde, der als professionell eingestuft wird, wofür er die von der FMA festgelegten Tests bestehen muss, gibt die Hebelgrenzen, die Margin-Glattstellung, den Schutz vor Nachschusspflicht und die Grenzen für Derivate auf Kryptowährungen auf und kann mehr als die Einzahlung verlieren und der Firma die Differenz schulden.
Trading wird in Österreich auf seine Gewinne besteuert, und zwar nach dem Einkommensteuergesetz (EStG); kein Konto schützt das Trading vor der Steuer. Gewinne aus Aktien in einem normalen Wertpapierdepot und Gewinne aus CFDs werden nach dem Einkommensteuergesetz (EStG) besteuert.
Kein Konto in Österreich schützt direkt gekaufte Anlagen vor der Steuer.
Wer Aktien in einem normalen Wertpapierdepot hält, kann mit zwei Steuern zu tun haben. Gewinne aus dem Verkauf von Aktien und Gewinne aus CFDs werden unterschiedlich besteuert, wie es das Einkommensteuergesetz (EStG) festlegt. Erhaltene Dividenden unterliegen einer festen Steuer von 27,5 % (KESt) ohne Freibetrag. Der Kauf von Aktien zieht in Österreich keine Stempelsteuer oder ähnliche Steuer auf den Kauf nach sich (Österreich hat keine Finanztransaktionssteuer auf Aktien), und CFDs ziehen ebenfalls keine nach sich. Das Bundesministerium für Finanzen legt diese Regeln fest, und ihre Wirkung hängt von den persönlichen Umständen ab und kann sich ändern.
Die folgende Tabelle zeigt zwei Wege zu einem Markt im Vergleich nach ihrer Form, der Steuer auf ihre Erträge und der Transaktionssteuer, die sie tragen.
| Weg | Form | Steuer | Transaktionssteuer |
|---|---|---|---|
| Wertpapierdepot | Direkt gehaltene Aktien | 27,5 % feste Steuer (KESt) auf Gewinne; 27,5 % auf Dividenden | Keine |
| CFDs | Kontrakt, in Kontrakten bemessen | Progressive Einkommensteuer von 0 % bis 55 % | Keine |
Jahrelanges Besitzen und Spekulieren sind durch die Steuer getrennt. Die Steuer auf die Gewinne aus CFDs legt das Einkommensteuergesetz (EStG) fest.
Was sollte man bei einem Broker prüfen, bevor man online tradet?
Die sieben Prüfungen, die man bei einem Broker durchführt, bevor man online tradet, sind unten aufgelistet.
- Zulassung: Die Firma ist von der Aufsichtsbehörde zugelassen, steht im öffentlichen Register der Aufsichtsbehörde, fehlt in deren Warnliste und ist kein Klon, der den Namen einer zugelassenen Firma verwendet. Eine Firma, die diese Prüfung nicht besteht, braucht keine weiteren Prüfungen.
- Rechtsträger: das zugelassene Unternehmen, das Ihr Konto führt und im Kontovertrag genannt ist. Internationale Gruppen betreiben mehrere Unternehmen in verschiedenen Ländern, und der Schutz, den Sie erhalten, ist der des Unternehmens, das Ihr Konto führt.
- Kundenschutz: vom eigenen Geld der Firma getrennt verwahrtes Kundengeld, Schutz vor Nachschusspflicht für Privatkunden und ein Entschädigungssystem, das zahlt, wenn die Firma ausfällt, nie bei Handelsverlusten.
- Produkte und Märkte: der Weg, den Sie brauchen, direkter Kauf, CFDs oder beides, an den Märkten, die Sie handeln wollen.
- Kosten: die Gebühren eines Trades, Spread, Kommission, Übernachtfinanzierung und Währungsumrechnung, nachgelesen im eigenen Preisverzeichnis der Firma statt in ihrer Werbung.
- Plattform und App: die Werkzeuge, die Sie für jede Order nutzen, die stabil, übersichtlich und schnell sein müssen und die Sie ausprobieren sollten, bevor Sie entscheiden, welche Trading-Plattform die beste für Ihre Art zu handeln ist.
- Demokonto: ein kostenloses Demokonto auf derselben Plattform und mit denselben Kursen wie das echte Konto, um zu üben, bevor Geld auf dem Spiel steht.
Die Reihenfolge der Prüfungen zählt, denn eine Firma, die die erste nicht besteht, ist es nicht wert, auf Kosten oder Apps hin bewertet zu werden. Haben mehrere Firmen die ersten drei Prüfungen bestanden, zeigt der Vergleich von Brokern anhand der letzten vier, Seite an Seite, welcher zum Markt und zum gewählten Weg passt.
Sollte man Trading zuerst auf einem Demokonto üben?
Ja, man sollte Trading zuerst auf einem Demokonto üben, denn ein Demokonto lässt die echte Plattform und die echten Kurse des Brokers mit virtuellem Geld laufen, sodass ein Anfänger Orders, Positionsgrößen, Stops und Kosten kostenlos lernt. Ein Demokonto lehrt die Mechanik und nicht die Disziplin, weil kein echtes Geld auf dem Spiel steht, sodass der Trader den Schritt zu echtem Geld in kleinem Umfang macht.
Ein Demokonto lehrt alles, was auf der Plattform geschieht: eine Market-Order und eine Limit-Order aufgeben, einen Stop-Loss und ein Kursziel anhängen, eine Position auf ein festgelegtes Risiko bemessen und beobachten, wie Spread und Übernachtfinanzierung vom Ergebnis abgehen. Ein Fehler auf einem Demokonto kostet nichts.
Was einem Demokonto fehlt, ist der Druck echten Geldes. Angst und Gier fehlen, wenn das Geld virtuell ist, sodass ein Trader, der auf einem Demokonto dem Plan folgt, ihn mit echtem Geld brechen kann. Ausführungen auf einem Demokonto sind oft sauberer als echte Ausführungen, ohne die Slippage eines echten Marktes, und Demo-Guthaben sind oft weit größer als das echte Geld, das der Trader einsetzen wird, was Positionsgrößen lehrt, die ein echtes Konto nicht tragen kann.
Der Wechsel vom Demokonto zu echtem Geld braucht einen Plan. Protokollieren Sie eine Serie von Demo-Trades, zum Beispiel 50, mit Grund, Risiko und Ergebnis jedes Trades. Stellen Sie das Demo-Guthaben auf den Betrag ein, mit dem Sie echtes Geld handeln werden. Üben Sie am selben Markt und mit demselben Einsatz, den Sie für das echte Konto planen. Eine protokollierte Serie mit realistischem Guthaben ist das, worauf es beim Trading auf dem Demokonto ankommt, wenn das Ziel das Lernen ist, und die ersten echten Trades wiederholen sie dann in kleinem Umfang.
Kann man als Anfänger online mit dem Trading beginnen?
Ja, ein Anfänger kann online mit dem Trading beginnen, zuerst auf einem Demokonto und nicht mit echtem Geld, bevor die Grundlagen sitzen. Dann setzt der Anfänger die ersten Trades mit echtem Geld in kleinem Umfang. Die Voraussetzungen für den Start sind eine Notfallreserve, nur Geld, das wirklich übrig ist, ein im Voraus festgelegtes Budget, die Fähigkeit, dieses Budget ohne echte Belastung zu verlieren, und keine Vorgeschichte mit problematischem Glücksspiel.
Die Voraussetzungen kommen vor jeder Technik, weil die meisten Privatkonten, die CFDs handeln, Geld verlieren, wie die veröffentlichten Zahlen der Firmen selbst zeigen. Eine vorhandene Notfallreserve bedeutet, dass ein Verlust beim Trading nie das Geld für Miete, Rechnungen oder eine unerwartete Ausgabe berührt. Geld, das wirklich übrig ist, ist Geld, das Sie verlieren können, weil es Ihnen nicht fehlen würde. Das Budget ist die Obergrenze dessen, was Sie verlieren dürfen, vor der ersten Einzahlung festgelegt und nach einem Verlust nicht erhöht. Das Budget ohne echte Belastung zu verlieren ist der Test für seine Größe. Ein Budget, dessen Verlust schlaflose Nächte bereiten würde, ist für Ihre Risikobereitschaft zu groß.
Eine Vorgeschichte mit problematischem Glücksspiel ist ein Grund, sich fernzuhalten. Trading ist von der Anlage her kein Glücksspiel, aber für jemanden mit dieser Vorgeschichte kann es dasselbe Verhalten auslösen. Die Geduld, zuerst zu üben, bedeutet Zeit auf einem Demokonto vor jedem echten Geld, denn ein Erwachsener, der die Identitätsprüfungen des Brokers besteht, kann ein Konto in Minuten eröffnen, lange bevor er bereit ist, es zu nutzen. Für einen Anfänger, der die Voraussetzungen erfüllt, führt der Plan vom Lernen der Mechanik über das Üben auf einem Demokonto zu einem ersten Trade in kleinem Umfang, die Abfolge im Zentrum dessen, wie man online mit dem Trading beginnt.
Die praktischen Fragen der ersten Phase eines Anfängers werden unten beantwortet: wie wenig Geld genügt, wie ein erster Trade aufgesetzt wird, wer ein Konto eröffnen darf, wie sich Trading zu Glücksspiel verhält und welche Fehler und Mythen Anfänger am meisten kosten.

Ja, man kann mit wenig Geld mit dem Trading beginnen, denn es gibt kein festes Minimum. Das Budget ist das Meiste, was Sie zu verlieren bereit sind, und bei einem Risiko von 1 % pro Trade riskiert ein Konto mit 100 € bei jedem Trade 1 € und ein Konto mit 500 € 5 €.
Der richtige Betrag wird durch das Budget bestimmt, nicht durch die Mindesteinzahlung des Brokers. Das Budget ist die Summe, die Sie ohne echte Belastung vollständig verlieren können, nachdem die Notfallreserve steht, und 100 € genügen, um Trades mit 1 % Risiko aufzugeben, solange sich die Positionsgröße aus dem Stop ergibt.
Bei 1 € Risiko pro Trade sind auch die Gewinne klein, und die Versuchung ist, den Hebel zu erhöhen, damit das Konto schneller wächst, was ein kleines Budget in einen schnellen Verlust verwandelt. Das Risiko pro Trade bleibt derselbe Bruchteil des Kontos, gleich wie groß das Konto ist.
Ein Demokonto kostet nichts, sodass die Übung, die vor der ersten Einzahlung kommt, überhaupt kein Geld braucht.
Die sieben Schritte, mit denen ein erster Trade aufgesetzt wird, sind unten aufgelistet.
- Markt und Grund wählen: Wählen Sie einen liquiden Markt und schreiben Sie auf, warum Sie erwarten, dass er sich bewegt. Im Beispiel ist der Markt ein CFD auf den ATX, notiert mit 6.419 / 6.420, der Grund ist die Einschätzung, dass der Index steigt, und das Konto hält 2 000 € an Geld, das wirklich übrig ist.
- Das Risiko festlegen: Legen Sie vor allem anderen fest, wie viel der Trade höchstens verlieren darf. Bei 1 % des Kontos beträgt das Risiko 20 €.
- Stop-Loss und Kursziel setzen: Setzen Sie den Ausstieg dorthin, wo der Grund nicht mehr gilt, und das Kursziel mindestens doppelt so weit vom Einstieg entfernt. Der Stop-Loss liegt bei 6.400, 20 Punkte unter dem Einstiegskurs von 6.420, und das Kursziel bei 6.460, 40 Punkte darüber.
- Die Position bemessen: Teilen Sie das Risiko durch den Abstand zum Stop. 20 € ÷ 20 Punkte ergibt 1 € pro Punkt, eine Position im Wert von 6 420 € bei einem Indexstand von 6.420, und bei 10 % Margin (10:1) beträgt der Einschuss 642 €.
- Die Order aufgeben: Kaufen Sie mit einer Market-Order, die zum Briefkurs von 6.420 ausgeführt wird, und hängen Sie Stop-Loss und Take-Profit an. Die Position eröffnet 1 Punkt im Minus, 1 €, weil sie zum Geldkurs von 6.419 schließen würde. Der Spread steckt in beiden Ergebnissen, denn der Trade wird zum Briefkurs eröffnet und zum Geldkurs geschlossen.
- Verwalten und schließen: Lassen Sie die Orders arbeiten und verschieben Sie den Stop-Loss nicht. Erreicht der Geldkurs das Ziel von 6.460, schließt die Position 40 Punkte im Plus, ein Gewinn von 40 €. Erreicht der Geldkurs den Stop von 6.400, schließt die Position 20 Punkte im Minus, ein Verlust von 20 €, das zuerst festgelegte Risiko. Über Nacht gehalten, zahlt die Position Finanzierungskosten von etwa 0,84 € pro Nacht bei einem Jahreszinssatz von 4,75 % (6 420 € × 4,75 % ÷ 365), und der veröffentlichte Satz der Firma bestimmt den tatsächlichen Wert. Eine Kurslücke durch 6.400 führt den Stop zu einem schlechteren Kurs aus, und der Verlust übersteigt dann 20 €.
- Den Trade protokollieren: Schreiben Sie vor dem nächsten Trade den Grund, das Risiko, den Einstieg, den Ausstieg, das Ergebnis, die Kosten und jede gebrochene Regel auf.

Ja, Online-Trading steht jedem Erwachsenen offen, der die Prüfungen des Brokers besteht. Die Prüfungen sind Identitäts- und Adressnachweis, Volljährigkeit und, vor gehebelten Produkten, eine Angemessenheitsprüfung. Wer mit eigenem Geld handelt, braucht keine Lizenz.
Die Identitäts- und Adressprüfungen sind eine gesetzliche Vorgabe gegen Betrug und Geldwäsche und werden mit einem Ausweisdokument und einem aktuellen Adressnachweis erfüllt. Die Angemessenheitsprüfung fragt nach Ihren Kenntnissen und Erfahrungen mit gehebelten Produkten, bevor der Broker Sie damit handeln lässt, und ein Broker, der ein Produkt für Sie als nicht angemessen beurteilt, muss Sie warnen. Dieselben Prüfungen gelten für Studierende, die wie jeder andere Erwachsene ein Konto eröffnen können.
In Österreich verlangt das Gesetz eine Zulassung nur, um das Geld anderer Menschen zu verwalten oder gegen Entgelt zu beraten, und der Broker führt vor gehebelten Produkten die Angemessenheitsprüfung durch.
Nein, Trading ist von der Anlage her kein Glücksspiel, weil ein Trade bekannte Kosten hat, den Spread, und einen durch Positionsgröße und Stop-Loss begrenzten Verlust, während eine Wette Quoten ausgesetzt ist, die ein Buchmacher festlegt. Ohne eine getestete Methode, ein festes Risiko und beherrschte Kosten verhält sich Trading wie Glücksspiel.
Ein Buchmacher legt die Quoten einer Wette so fest, dass er über alle Wetten Gewinn macht, und der Wettende verliert bei einer verlorenen Wette den gesamten Einsatz. Die Kosten eines Trades sind der Spread, und der Trader kennt diese Kosten, bevor er die Order aufgibt, und legt den Verlust über Positionsgröße und Stop-Loss fest. Über viele Trades geben eine getestete Methode und ein im Voraus festgelegtes Risiko dem Ergebnis eine Struktur, die eine Wette nicht hat.
Ein Trader, der aus dem Bauch heraus einsteigt, nach einem Verlust die Größe erhöht und die Kosten ignoriert, platziert Wetten über eine Trading-Plattform.
Binäre Optionen sind das Handelsprodukt, das am häufigsten mit Glücksspiel verglichen wird. Binäre Optionen funktionieren wie eine Wette und sind für Privatkunden in vielen Ländern verboten, auch in Österreich (FMA-PIV, in Kraft seit 15. Mai 2019).
Für jemanden mit einer Vorgeschichte mit problematischem Glücksspiel kann Trading dasselbe Verhalten auslösen, die Jagd nach dem Verlust und den Sog der nächsten Position, und diese Vorgeschichte ist ein Grund, sich vom Trading ganz fernzuhalten.
Die sechs häufigen Trading-Fehler sind unten aufgelistet.
- Overtrading: Positionen ohne echten Grund eröffnen, aus Langeweile oder aus dem Wunsch, im Markt zu sein, sodass sich die Kosten häufen und jede Entscheidung weniger durchdacht wird.
- Verlusten nachjagen: die Größe erhöhen, um einen Verlust zurückzuholen, wodurch aus einem verlustreichen Trade ein größerer Verlust wird.
- Den Stop-Loss verschieben: den Stop erweitern, wenn sich der Kurs ihm nähert, sodass der vor dem Trade festgelegte Verlust zu einem wächst, den der Trader nie geplant hat.
- Den Plan aufgeben: die Regeln nach einem Verlust oder einer kurzen Verlustserie fallen lassen, obwohl eine Verlustserie bei jeder Methode normal ist.
- Kosten ignorieren: auf die Kursbewegung schauen und nicht auf Spread, Kommission und Übernachtfinanzierung, die entscheiden, ob ein kleiner Gewinn überhaupt ein Gewinn ist.
- Das Protokoll auslassen: traden, ohne etwas aufzuschreiben, wodurch es keine Möglichkeit gibt zu lernen, was funktioniert und was nicht.
Die fünf Schritte einer Auswertung der Trading-Ergebnisse sind unten aufgelistet.
- Jeden Trade protokollieren: Schreiben Sie das Setup, den Plan, das Ergebnis, die Kosten und jede gebrochene Regel in ein Trading-Journal, in dem Moment, in dem der Trade schließt.
- Wöchentlich auswerten: Lesen Sie die Trades der Woche gemeinsam, an einem festen Tag, außerhalb der Zeiten, in denen der Markt geöffnet ist.
- Die Zahlen lesen: Berechnen Sie die Trefferquote, den durchschnittlichen Gewinn im Vergleich zum durchschnittlichen Verlust, die gezahlten Kosten und die Zahl der Regelbrüche.
- Eine Regel nach der anderen ändern: Passen Sie den Abstand des Stops oder den gehandelten Markt an, damit die folgenden Wochen seine Wirkung zeigen.
- Nach vielen Trades urteilen: Ziehen Sie Schlüsse aus Dutzenden von Trades, nicht aus einer Woche, denn vergangene Ergebnisse beschreiben, was geschehen ist, und sagen nicht voraus, was als Nächstes kommt.
Die sechs häufigen Mythen über Trading sind unten aufgelistet.
- Die 90-90-90-Regel: Die Behauptung, 90 % der neuen Trader verlieren in 90 Tagen 90 % ihres Geldes, hat keine Quelle. Die gemessene Zahl ist der Anteil der Privatkonten, die Geld verlieren, den Firmen mit CFD-Angebot im Vereinigten Königreich und in der Europäischen Union veröffentlichen und jedes Quartal aktualisieren.
- Trading als Gehalt: Ein Gehalt kommt jeden Monat, Trading-Ergebnisse nicht. Verlustmonate gehören zu jeder Methode, während der Trader in allen die Kosten des Tradings und des Lebens zahlt.
- Die meisten Trades gewinnen: Für den Gewinn muss man nicht meistens recht haben. Ein Trader, der 40 % der Trades gewinnt, kann profitabel sein, wenn die Gewinne größer sind als die Verluste: Sind die Gewinne doppelt so groß wie die Verluste, lassen vier Gewinne in zehn Trades das Konto vor Kosten im Plus.
- Mehr Trades, mehr Gewinn: Die Belege deuten in die andere Richtung. Barber und Odean fanden, dass die Haushalte, die am meisten handelten, am wenigsten verdienten, weil jeder zusätzliche Trade Kosten brachte und kaum Erträge.
- Vergangene Ergebnisse als Beweis: Eine Serie gewinnender Trades, die Bilanz einer Strategie oder der Screenshot der Gewinne eines anderen zeigt nicht, was die nächsten Trades tun werden. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.
- Hebel als zusätzliches Geld: Der Hebel ist Engagement, nicht Geld. Ein Einschuss von 500 € bei 20:1 steuert eine Position von 10 000 €, und der Verlust auf dieser Position ist der eigene des Traders.